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Aktuelle Projekte | Nord-Ostumfahrung von Wien
An den Vorstand der
ASFINAG
Autobahnen- und Schnellstrasen Finanzierungs-AG
Rotenturmstrasse 5-9
1011 Wien

Vorab per email: office@asfinag.at
Persönlich in der Einlaufstelle abgegeben

Wien, 11.7.2007


Sehr geehrte Herren,

ich bestätige den Eingang Ihres Schreibens Fortlaufende Nr. SV 1007 vom 28.6.2007, zu dem ich wie folgt Stellung nehme:

Dimensionierung
Meine Überlegung, bei einer Kronenbreite im Freiland von 30 m drei breite statt zwei breiter Fahrstreifen pro Fahrtrichtung vorzusehen, beruht auf einer einfachen Analyse der bisherigen Entwicklung des Verkehrs.
Die möglichen zukünftigen Entwicklungen sollten auf der Basis einer Rückschau ( Anstieg des Verkehrs und Explosion der damit verbunden Probleme ) auf die letzten dreißig Jahre und einer internationalen Betrachtung abgeschätzt werden.

Das Ergebnis ist für eindeutig:

Die Verkehrswege der Zukunft müssen über eine hohe Kapazität „ und „ optimale Schutzvorrichtungen gegen Emissionen verfügen. Es erscheint mir äußerst problematisch, dass durch die Errichtung von Tunneln aus Stahlbeton mit einem bestimmten Querschnitt die Verkehrskapazität limitiert ist und eine Erweiterung der tief liegenden Tunnel unmöglich ist.
Diese Überlegungen sollen durch die Betrachtung der aktuellen Situation im Süden von Wien verdeutlicht werden.

Querschnitte von Autobahnstrecken im Süden von Wien

Abschnitt Wien Vösendorf – Guntramsdorf:
Vier Fahrstreifen, ein Abstellstreifen


Abschnitt Guntramsdorf - Seebenstein
Drei Fahrstreifen, ein Abstellstreifen

Abschnitt Seebenstein – Pitten
Zwei Fahrstreifen, ein Abstellstreifen

Abschnitt Wechselstrecke zT:
Drei Fahrstreifen, kein Abstellstreifen

Es ist also klar erkennbar, dass im Süden von Wien ( nach umfangreichen Erweiterungen ) eine sehr hohe Kapazität gegeben ist. Es stellt sich die Frage, warum bei einer völlig neuen Autobahn die Kapazität durch umfangreiche Tunnel für alle Zeiten limitiert ist.

Es mag schon sein, dass die Verkehrsprognosen bis in das Jahr 2020 reichen und der Planung eine Kapazitätsabschätzung für den Verkehr bis in das Jahr 2030 zugrunde liegt.
Es stellt sich allerdings die Frage, warum folgender Querschnitt gewählt wurde:

Analyse eines geplanten Querschnitts Freiland:
Es wurde zunächst der geplante Querschnitt der Fahrbahnen im Freiland analysiert. Dabei fällt auf, dass der Mittelstreifen und die beiden Abstände zum Mittelstreifen insgesamt 5,50 m Platz benötigen. ( 2,50 m + 3,00 m = 5,50 m )
Neben den Abstellstreifen ist ein Randstreifen in einer Breite von 1,25 m geplant.
Für den fließenden Verkehr werden also bei einer Kronenbreite von 30 m nur
15 m ( 4 x 3,75 m ), das sind 50 % verwendet.
( Vgl Skizze 1 )


Breite Fahrstreifen: 3,75 m
Mittelstreifen: 2,50 m
Abstand zu Mittelstreifen: 1,50 m
Abstellstreifen: 3,50 m
Randstreifen: 1,25 m

Ermittlung der geplanten Kronenbreite:

Breite Fahrstreifen: 3,75 m x 2 7,50 m
Breite Fahrstreifen: 3,75 m x 2 7,50 m
Mittelstreifen: 2,50 m x 1 2,50 m
Abstand zu Mittelstreifen: 1,50 m x 2 3,00 m
Abstellstreifen: 3,50 m x 2 7,00 m
Randstreifen: 1,25 m x 2 2,50 m
Kronenbreite: 30,00 m

Offensichtlich hat man bei der Festlegung der Kronenbreite auf eine mögliche Kapazitätsteigerung der A5 / S1 Bedacht genommen. In diesem Fall sind allerdings aufwändige Bauarbeiten zu erbringen.
Dabei stellt sich allerdings die Frage, wie dieses Problem bei den drei Tunneln gelöst werden soll.

Ich habe meine Überlegungen im beiliegenden Dokument EC 110980 per 1.7.2007 ( also nach Ihrem oa Schreiben ) genauer beschrieben.
Nach wie vor vertrete ich die Ansicht, dass das Projekt ECOOO-ROUTE von unabhängigen Experten beurteilt werden sollte. Obwohl die Bauarbeiten schon begonnen haben, sind die beschriebenen Überlegungen notwendig und angebracht.

Wie in der Fotodokumentation vom 1.1.2007 über den Stand der Bauarbeiten dokumentiert wurde, haben die Bauarbeiten schon begonnen. So wurden im Bereich nördlich von

Korneuburg bereist Spundwände geschlagen und weiter östlich davon ein erster Teil der Fahrbahn bereits bewehrt.

Im Bereich des Tunnels Tradenberg wurden Erdarbeiten bis zu den Tunnelportalen durchgeführt. Die Tunnelbauarbeiten stehen kurz vor Beginn.

Dennoch erscheint es möglich und notwendig, das Konzept ECOOO-ROUTE auf die Machbarkeit von einer unabhängigen Stelle untersuchen zu lassen.

Zu Ihren Hinweisen bzgl der durchgeführten Umweltverträglichkeitsprüfungen und der § 4 BSTG – VO möchte ich grundsätzlich darauf hinweisen, dass ich in meinem Antrag auf Forschungsförderung an das BMVIT vom 30.4.2004 verschiedene Optimierungsmöglichkeiten bei Verkehrsprojekten angeführt habe. Bedauerlicherweise wurde dieses Vorhaben vom BMVIT abgelehnt und auch von der ASFINAG nicht unterstützt. Dieses Forschungsvorhaben hätte ergeben, dass tief liegende Tunnel im Grundwasserbereich ( Korneuburg und Stetten ) und der Tunnel Tradenberg gar nicht notwendig sind.

Bei dieser Gelegenheit weise ich darauf hin, dass ich bei der Ausschreibung Lärmschutz Korneuburg die Variante ECOOO-WALL SLOPE in einer Länge von 3.500 m inklusive aller Nachlässe um rd 4,500.000 EURO angeboten habe. Die Angebotssumme laut Amtsprojekt betrug für die „ Gekrümmte Betonschale „ in einer Länge von 1.000 m rd 4,700.000 EURO.
Bedauerlicherweise hat die ASFINAG Varianten gar nicht zugelassen.

Im übrigen verweise ich auf die massive Kritik von Fachleuten und der Bevölkerung an den in den letzten Jahren von der ASFINAG errichteten Lärmschutzkonstruktionen.

Aus diesen Beispielen können Sie erkennen, welche Konsequenzen die mangelnde Innovationsbereitschaft der ASFINAG hatte.

Ihr Hinweis auf die Verkehrstelematik ist sehr konstruktiv. Im Falle des Projekts ECOOO-ROUTE könnte diese zum Einsatz kommen.

Ich darf noch klar stellen, dass das Projekt ECOOO-ROUTE keinesfalls mit der einfachen Nutzung des Pannenstreifens wie im Fall München gleichzusetzen ist.

Entnehmen Sie bitte Näheres der beiliegenden Dokumentation EC 110980. Die dazugehörigen Skizzen werden Ihnen gesondert übersandt.

Ich werde Ihr Schreiben vom 28.9.2007 und mein vorliegendes Schreiben an den Herrn BM Faymann und an den Aufsichtsrat der ASFINAG weiterleiten und nochmals anregen, die Lösung ECOOO-ROUTE von einem unabhängigen und bisher nicht in die Planungen
involvierten Experten beurteilen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Wolfgang Lederbauer


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